05.07.2021

Zukunft des Schlachthofs sichern

Unsere GRÜNE Stadtratsfraktion will mit zwei Anträgen die Zukunft des Aschaffenburger Schlachthofs sichern. Hintergrund sind der Ablauf des Pachtvertrags für das städtische Schlachthofgelände an der Südbahnhofstraße im Jahr 2029 sowie ein Beschluss des Werksenats vom April, wonach ein von den Betreibern nicht benötigter Teil des Areals demnächst mit einem Parkhaus bebaut wird.

Im ersten Antrag fordern wir, Planungen für weitere Umnutzungen des Geländes zu unterlassen, bis verbindlich geklärt ist, an welchem Standort der Schlachthofbetrieb fortgeführt wird. Die Stadtverwaltung, so unser Stadtrat Niklas Wagener, soll deshalb schon jetzt mit den Landkreisen Miltenberg und Aschaffenburg sowie Vertretern von Landwirtschaft und Fleischereigewerbe erörtern, wo und und unter welchen Voraussetzungen ein regionaler Schlachthof künftig betrieben werden kann.

Betont wird in unserem Antrag die Bedeutung des von Landwirten der Region belieferten Schlachthofs für die Nahversorgung. Darauf darf nicht verzichtet werden! Der Schlachthof wird von der Stadt seit 2003 an eine Betreibergesellschaft verpachtet, an der Landwirte, Metzger und Schlachtagenturen aus der Stadt sowie den Kreisen Aschaffenburg und Miltenberg beteiligt sind.

Mit der künftigen Nutzung des Schlachthofgeländes beschäftigt sich unser zweiter Antrag. Es soll geprüft werden, wie das Grundstück nach Ablauf des Pachtvertrags genutzt werden kann – sobald der Weiterbetrieb des Schlachthofs an anderer Stelle feststeht, betont Niklas Wagener.

Wegen seiner zentralen Lage und der Größe von rund 20.000 Quadratmetern sollte das Schlachthofgelände nach Meinung unserer Fraktion einer höherwertigeren Nutzung zugeführt werden. Eine Machbarkeitsstudie könnte unabhängig vom derzeit geltenden Baurecht klären, welche vielfältigen Nutzungen möglich sind. Denkbar ist ein anschließender städteplanerischer Wettbewerb.

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