Neujahrsempfang - Mit Claudia Roth ins Wahljahr

Vor rund 150 Besucherinnen und Besuchern hat unser Vorsitzender Ludwig Wildenauer am Samstagabend zahlreiche Gäste begrüßt, darunter Jessica Euler, Dekan Rudi Rupp als Hausherrn des Bachsaals, unseren Landtagskandidaten Thomas Mütze, unsere Bezirkstagskandidatin Pamela Dehniger, unseren Bundestagsabgeordneten Niklas Wagener, die Vertreter*innen der demokratischen Aschaffenburger Parteien sowie etliche GRÜNE Freunde.

Dekan Rupp stellte den demokratische Zusammenhalt in den Mittelpunkt seines Grußworts. Niklas Wagener argumentierte ähnlich. Ein Blick auf die andere Straßenseite zeige, dass wir eine Stärkung der demokratischen Kultur brauchen. In einer pluralistischen Gesellschaft bedürfe es aber auch der Bereitschaft, Kompromisse einzugehen. Auch wenn diese manchmal schmerzlich seien, wie das aktuelle Beispiel Lützerath zeige. Thomas Mütze stimmte den Saal auf den Wahlkampf ein. Er kritisierte insbesondere die Bildungspolitik im Freistaat. Angesichts der Situation vieler Kinder im Lande müssen die Bildungsanstrengungen deutlich verstärkt werden.

Claudia Roth hielt angesichts des Krieges in der Ukraine eine eher nachdenkliche Rede. Sie verurteilte mit deutlichen Worten Putins völkerrechtswidrige Strategie, die Identität und Kultur der Ukraine zu zerstören. Damit solle das Gedächtnis einer ganzen Gesellschaft ausgelöscht werden. Die Ukraine habe ein Recht auf Selbstverteidigung. Deutschland könne und müsse das auch durch die Lieferung von Waffen unterstützen. Auch sie betonte die Notwendigkeit eines stärkeren Zusammenhalts der demokratischen Kräfte in unserem Lande und unterstrich die elementare Bedeutung von Kunst, Kultur und Medien für unsere Gesellschaft. Es gab begeisterten Applaus für unseren Ehrengast, während die Störer von AfD und Schwerdenkern alleine draußen im Regen standen.

Pamela Dehniger, unsere Bezirkstagskandidatin, machte es abschließend kurz und knapp, damit alle schnell bei Imbiss und Getränken die Gelegenheit hatten, sich zu unterhalten. Bei zahlreichen Fotowünschen zeigte sich Claudia Roth als "Kulturministerin zum Anfassen".

In einem Gespräch mit Kulturschaffenden hatte sich Claudia Roth vorher die Wünsche der Kultur- und Kreativwirtschaft nach Corona angehört. Sie versprach bei den finanziellen Unterstützungen Nachbesserungen, betonte aber gleichzeitig, dass sie nicht alle Wünsche erfüllen könne.

Dem schloss sich ein Besuch im Schadmuseum an. Museumsdirektor Dr. Thomas Schauerte führte unseren Ehrengast durch die beeindruckende Ausstellung.

Fazit: Ein rundum gelungener Abend, auch wegen der musikalischen Begleitung durch Klaus Appel, dem Mann  mit dem Saxophon. Wir bedanken uns bei den Helferinnen und Helfer, bei der Polizei für die reibungslose Zusammenarbeit und natürlich bei unseren zahlreichen Gästen, ohne die es ziemlich leer gewesen wäre. Die Veranstaltung gibt uns Schwung für den Wahlkampf und stimmt uns zuversichtlich für das neue Jahr.



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